Fonds - ABC
Absicherung
Die Kurse der Aktien, Renten und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen, Swaps) im Fondsvermögen abgesichert werden können.
Aktie
Wertpapier, das dem Eigentümer ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft.
Aktienanalyse
Die Aktienanalyse ist ein Verfahren zur Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der entsprechenden Aktie. Sie dient als Entscheidungsgrundlage für den Kauf bzw. Verkauf von Aktien.
Anteilsschein
Wertpapier, in dem die Ansprüche des Anteilinhabers gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft dokumentiert sind. Der Anteilschein bzw. das Investment-Zertifikat ist eine Urkunde, die dem Inhaber das Miteigentum am Fondsvermögen verbrieft.
Anteilswert
Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile. Der Anteilwert der Investmentfonds wird börsentäglich ermittelt.
Aufgeld
= Ausgabeaufschlag. Einmalige Gebühr, die bei dem Erwerb von Fondsanteilen anfällt.
Ausgabepreis
Preis, der beim Kauf von Fondsanteilen zugrunde gelegt wird. Anteilwert zuzüglich = Ausgabeaufschlag.
Baisse
Als Baisse wird ein meist längere Zeit andauernder allgemeiner Kursrückgang bezeichnet. Gegensatz: Hausse.
Blue Chips
Gebräuchliche Bezeichnung für die Aktien substanz- und ertragsstarker Unternehmen mit einer hohen Börsenkapitalisierung und einem entsprechend hohen Marktgewicht.
Bond
= festverzinsliches Wertpapier
Brady Bonds
Bei Brady Bonds handelt es sich um langfristige Verbindlichkeiten der Schwellenländer. Die Brady Bonds zählen zu den größten und liquidesten Anleihetiteln.
BVI (Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften e.V.)
Gegründet am 25. März 1970 in Frankfurt. Zweck ist die Förderung der Investmentidee und die Wahrung der gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder. BVI im Internet.
Cost-Average-Effekt (= Durchschnittskosten-Effekt)
Bei Anlageplänen mit regelmäßigen Einzahlungen erreicht der Anleger, dass bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Fondsanteile erworben werden. Diese regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge über einen längeren Zeitraum hat für den Anleger den Vorteil, dass er die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis kauft. Zudem wirkt sich positiv aus, dass der Anleger im Rahmen eines Sparprogramms auch Anteils-Bruchteile erwirbt und den Kauf nicht auf volle Stücke abstellen muss.
Der Vorteil durch Durchschnittskosten-Effekt
Insbesondere Aktienfonds unterliegen zeitweise deutlichen Kursschwankungen, die sich aus den Entwicklungen der Aktienmärkte ergeben. Genau diese Schwankungen nutzen Sie bei regelmäßigen Einzahlungen zu Ihrem Vorteil (= Durchschnittskosten- bzw. Cost-Average-Effekt).
Cupon
Einem festverzinslichen Wertpapier oder einer Aktie beigefügter Zins- oder Dividendenschein.
Dachfonds
Investmentfonds, die ihr Kapital vollständig oder zum Teil in Anteilen anderer Investmentfonds investieren.
Depotbank
Die Investmentgesellschaft darf die von ihr aufgelegten Sondervermögen nicht selbst verwahren, sondern muss damit ein anderes Kreditinstitut beauftragen, das dann die Depotbank-Funktion übernimmt.
Diskontsatz
Zinssatz, zu dem die Bundesbank Wechsel von den Banken kauft.
Diversifikation
Diversifikation bedeutet im Bereich der Kapitalanlage die Streuung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen bzw. -werte. Ziel ist ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko.
Duration
Durchschnittliche Bindungsdauer des in einem Wertpapier oder Wertpapiervermögen angelegten Kapitals. Durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital ist die Duration kürzer als die Restlaufzeit der Titel.
Durchschnittskosten-Effekt
= Cost-Average-Effekt
Fed Funds
Repräsentativer Geldmarktzinssatz in den USA; die US-amerikanische Notenbank (kurz: Fed) kontrolliert diesen Satz durch ihre Liquiditätssteuerung.
Festverzinsliche Wertpapiere
Wertpapiere mit einer feststehenden gleichbleibenden Verzinsung (Nominalverzinsung). Der Anleger gewährt dem Emittenten quasi ein Darlehen in Höhe des Nennwertes und hat Anspruch auf eine feste nominale Verzinsung sowie Rückzahlung zu 100% zum Laufzeitende.
FIBOR (Frankfurt Inter Bank Offered Rate)
Repräsentativer Geldmarktsatz in Deutschland (3 oder 6 Monate) für Gelder unter Banken. Dieser Geldmarktsatz liegt über den Termingeldzinsen, da für inländische private Termingeldanlagen eine Mindestreservepflicht besteht, während Einlagen der Banken sowie Euro-Termingeld mindestreservebefreit sind. (An die Stelle des FIBOR tritt z.B. in Großbritannien der LIBOR- London Inter Bank Offered Rate)
Fonds
Kurzbezeichnung für die von einer Kapitalanlagegesellschaft verwalteten Sondervermögen die in Wertpapieren oder Immobilien angelegt sind.
Fondsmix
Eine Kombination mehrerer Fonds hat für Sie den Vorteil, sich nicht für eine einzelne Anlageform entscheiden zu müssen. Eine breite Streuung reduziert Ihr Risiko. Mit Aktienfonds setzen Sie auf Wachstum, mit Rentenfonds haben Sie eher stetige Erträge. Ihr Anlageerfolg hängt somit weniger stark von den Wertentwicklungen einzelner Fonds ab.
Fonds ohne Ausgabeaufschlag (=Trading Fonds)
Bei diesen Fonds werden anstelle des sonst üblichen Ausgabeaufschlages eine höhere laufende Verwaltungsvergütung sowie z.T. auch eine erfolgsbezogene Vergütung erhoben. Fonds ohne Ausgabeaufschlag (Typ O) sind geeignet für bewegliche Investoren, die kurz investieren oder einfach öfter wechseln möchten. Anleger können also besonders marktnah und kostengünstig agieren, um kurzfristige Trends an den Kapitalmärkten auszunutzen.
Garantiefonds
Garantiefonds sind innovative Fondsprodukte, die dem Anleger die Möglichkeit eröffnen, an den Chancen verschiedener internationaler Marktsegmente, je nach Anlagepolitik, bei überschaubarem nach unten begrenztem Risiko, teilzunehmen.
Hausse
Als Hausse wird ein meist längere Zeit andauernder allgemeiner Kursanstieg bezeichnet. Gegensatz: Baisse.
Index
Errechneter Durchschnitt der Kurse am Aktienmarkt. "Meßlatte" für den Anlageerfolg von Fonds. Am deutschen Aktienmarkt spiegelt der DAX-Index die Kursentwicklung der 30 umsatzstärksten/ meistgehandelten deutschen Aktientitel wider und ist das bekannteste Marktbarometer.
Investitionsgrad eines Fonds
Anteil der Fondsmittel, der aktuell in Wertpapieren investiert ist.
Investmentfonds
= Fonds
Konsolidierung
Stabilisierung der Kursentwicklung an der Börse nach stärkeren Schwankungen.
Laufzeitfonds
Fonds mit einer begrenzten Laufzeit.
Leitzinsen
Von der Bundesbank festgesetzter Zinssatz für die Abgabe von Zentralbankgeld (Diskontsatz, Lombardsatz, Wertpapierpensionssatz). Die Leitzinsen beeinflussen das Zinsniveau am Geldmarkt.
Lombardsatz
Zinssatz der Bundesbank für die Kreditgewährung an Banken gegen Verpfändung von Wertpapieren für die Überbrückung vorübergehender Liquiditätsbedürfnisse.
Obligation
= Festverzinsliches Wertpapier.
Optionsanleihe
Festverzinsliches Wertpapier, das mit Zusatzrechten, den Optionsrechten /-scheinen, ausgestattet ist, die zum Kauf einer in den Optionsbedingungen festgelegten Anzahl von Aktien in einem bestimmten Zeitraum zu einem festen Optionspreis berechtigt.
Performance(messung)
= Wertentwicklung
Rating
Beurteilung der Bonität, das heißt der Zahlungsfähigkeit und -willigkeit eines Schuldners (Emittenten). Unabhängige Agenturen bedienen sich bei dieser Klassifizierung bestimmter Kennziffern, sog. Rating-Skalen (z.B. von AAA für die beste Bonität bis D für mangelnde Zahlungsfähigkeit).
Rendite
Gesamterfolg einer Anlage, in der Regel bestehend aus Zins- und Dividendenerträgen sowie den Kursveränderungen, in Relation gesetzt zum investierten Kapital.
Rücknahmepreis
Preis, den der Anleger bei der Rückgabe der Fondsanteile erhält. Der Rücknahmepreis entspricht dem Anteilwert.
Sondervermögen
Das bei der Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilscheinen eingelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen. Das Sondervermögen muss von dem eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt gehalten werden. Investmentgesellschaften dürfen mehrere Sondervermögen bilden, die sich durch ihre Namen unterscheiden und getrennt gehalten werden müssen. Das Sondervermögen haftet nicht für Verbindlichkeiten der Investmentgesellschaft.
Steueroptimierte Fonds
Prinzip der steueroptimierten Fonds ist es, die zu versteuernden Erträge (Zinsen und Dividenden) möglichst gering zu halten und die steuerfreien Gewinne (Kursgewinne) möglichst hoch ausfallen zu lassen.
thesaurierend, Thesaurierung
Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge, z.B. die Dividenden aus Aktien und Zinserträge aus Anleihen, nicht ausgeschüttet, sondern direkt dem Fondsvermögen zugeführt und investiert. Durch die automatische Wiederanlage ergibt sich ein Zinseszinseffekt.
Trading
Kurzfristige Käufe und Verkäufe von Wertpapieren mit dem Ziel, kurzfristige Kursschwankungen auszunutzen.
Trading Fonds
= Fonds ohne Ausgabeaufschlag
Umbrella Fonds
Familie von Investmentfonds, die rechtlich zusammengefasst sind.
Umlaufsrendite
Durchschnittliche Rendite aller im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere, die regelmäßig von der Bundesbank errechnet wird.
Vermögenswirksame Leistungen
Vermögenswirksame Leistungen sind freiwillige Sozialleistungen des Arbeitgebers. Sie werden gemäß Tarifvertrag zusätzlich zum Lohn oder Gehalt gezahlt. Die Spanne liegt zwischen 6,65 und 39,88 Euro monatlich.
Verwaltungsvergütung
Gebühr, die für die Verwaltung und das Management des Fonds von der Gesellschaft dem Fonds in Rechnung gestellt wird.
Volatilität
Eine Größe für die erwartete oder historische Schwankungsbreite des Basiswerts (z.B. Aktie) während eines bestimmten Zeitraumes.
Wandelanleihe
Anleihe, die dem Eigentümer das Recht einräumt, die Anleihe während eines bestimmten Zeitraumes unter vorher festgelegten Bedingungen und in einem festen Umwandlungsverhältnis in Aktien zu tauschen.
Wertentwicklung
Der Erfolg einer Investmentanlage wird an der Wertentwicklung der Anteile gemessen. Als Basis für die Wertberechnung werden die Anteilwerte (= Rücknahmepreise) herangezogen, unter Hinzurechnung zwischenzeitlicher Ausschüttungen.
Wertpapierpensionssatz
Dieser "dritte Leitzinssatz" wird von der Bundesbank zur Feinsteuerung ihrer Geldpolitik eingesetzt. Es werden lombardfähige Wertpapiere verwendet, die die Banken nach 30 Tagen zurücknehmen.
Wertpapierkennnummer
Die Wertpapierkennummer (=WKN) ist eine sechsstellige Zahl, die jedes Wertpapier - also auch jeden Fonds - eindeutig identifiziert.
Zwischengewinn
Der Zwischengewinn umfasst die vom Fonds bis zu diesem Zeitpunkt erwirtschafteten, aber noch nicht ausgeschütteten oder thesaurierten Zinsen, zinsähnliche Erträge und Ansprüche auf derartige Erträge.
